Recycling
In größerem Umfang werden Kunststofffenster erst seit den 80er-Jahren eingebaut. Wegen der langen Lebensdauer von mindestens 40 Jahren fallen daher derzeit nur geringe Mengen an alten PVC-Fenstern an. Dennoch ist für das Recycling gesorgt. In Österreich sorgt seit 1990 der Österreichische Arbeitskreis Kunststoff-Fenster (ÖAKF) für die ökologisch sinnvolle Verwertung. Glas, Gummidichtungen und Metallteile werden abmontiert und verwertet. Die PVC-Teile werden zu Regranulat vermahlen und dann gemeinsam mit Neumaterial wieder zu Fensterprofilen oder zu anderen Bauprofilen verarbeitet. Im Jahr 2000 wurden rund 160 Tonnen Fenster und Profile zur Verwertung gesammelt. Weitere geschätzte 9.000 PVC-Altfenster werden jährlich nicht wieder verwertet, sondern wieder verwendet: Österreichische und ausländische Heimwerker nehmen ausgebaute Fenster von der Baustelle mit und bauen sie neuerlich ein.

Thermische Verwertung
Wenn PVC-Fensterteile in stark vermischte Abfallströme gelangen, ist die thermische Verwertung der ökoeffizientere Weg. Moderne Müllverbrennungsanlagen nutzen den energetischen Inhalt des Kunststoffes zur Gewinnung von Wärme und/oder Elektrizität. Der Mischheizwert von PVC liegt mit 18 MJ/kg höher als der Heizwert von herkömmlicher Braunkohle (8-10 MJ/kg). Moderne Anlagen entfernen die aus PVC und anderen Chlorquellen (vor allem Lebensmittel) entstehende Salzsäure problemlos aus den Rauchgasen. Aktuelle Untersuchungen belegen, dass PVC in der Müllverbrennung keinen betriebswirtschaftlich bedeutenden Kostenfaktor darstellt und keine nennenswerten Belastungen verursacht.

Entsorgung
Sollten PVC-Fenster trotz funktionierender Verwertungssysteme auf die Deponie gelangen, verursachen sie keine Umweltprobleme. PVC zersetzt sich auf Mülldeponien nicht. Unabhängige Wissenschaftler haben geringe, aus PVC-Produkten manchmal austretende Mengen an Stabilisatoren und anderen Inhaltsstoffen als nicht umweltrelevant eingestuft.

Neue Initiativen
Der Europäische Verband der PVC-Fensterprofil-Hersteller (EPPA) arbeitet daran, in allen EU-Staaten Systeme für Erfassung und werkstoffliche Verwertung von Fensterprofilen und verwandten Bauprodukten aufzubauen. In Westeuropa konnten die PVC-Fensterprofil-Hersteller im Jahr 2005 11.435 Tonnen ausgedienter PVC-Fenster wiederverwerten. Dies ist eine Quote von 72 Prozent der gebrauchten PVC-Fenster, die sammel- und verfügbar sind. Damit wurde die geplante Verwertungsmenge von 50 Prozent, zu der sich die europäischen PVC-Fensterprofil-Hersteller freiwillig im Rahmen des Abkommens "Vinyl 2010" verpflichtet haben, weit übertroffen. Bei diesem Projekt handelt es sich um einen 10-Jahres-Plan für nachhaltiges Wirtschaften während des gesamten Lebensweges von PVC-Produkten, zu dem sich die gesamte europäische PVC-Branche (Hersteller, Zulieferer und Verarbeiter) im Jahr 2000 freiwillig selbst verpflichtet hat.
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