Kunststoffe

Kunststoffen gelingt es durchaus, die Kriterien nachhaltigen Wirtschaftens - Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung - unter "einen Hut" zu bringen.

Umweltschutz
Aus weniger als fünf Prozent der weltweiten Rohölförderung wird Kunststoff erzeugt. Mehr als 65 % der Kunststoffprodukte sind langlebig nutzbar - ob in Bauwerken, in Fahrzeugen oder in elektrischen Geräten - und schonen damit natürliche Ressourcen. Darüber hinaus sorgen etwa Fenster und Dämmstoffe aus Kunststoff für geringeren Energieverbrauch und Heizkosten; Kunststoffteile verringern das Gewicht von Autos, Zügen und Flugzeugen und verringern damit den Treibstoffverbrauch. Rohrleitungen, Wassertanks und Filtersysteme aus Kunststoff sind preisgünstig in Herstellung und Installation, zuverlässig in der Anwendung und ermöglichen breiten Bevölkerungsgruppen den Zugang zu sauberem Wasser. Abwasserleitungen aus Kunststoff schützen Boden und Grundwasser vor Verunreinigungen.

Kunststoff ist Klimaschutz - aus Kunststoff hergestellte Erzeugnisse tragen zur Einsparung von Energie bei, und Energieeinsparungen führen zu verringerten Emissionen von Treibhausgasen. In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurde untersucht, welche Auswirkungen es auf die Klimaveränderung hätte, wenn Kunststoff in ganz Westeuropa nach rein technischen Möglichkeiten durch alternative Materialien ersetzt würde. Den Ergebnissen zufolge würde ein zusätzlicher Energiebedarf von rund 10% bzw. 25 Millionen Tonnen Rohöl entstehen, was 105 Millionen Tonnen CO2-Treibhausgasemissionen pro Jahr entspräche. Dies ist ein Drittel des Kyoto-Verringerungsziels für die EU-15-Staaten.

Haben Kunststoffprodukte das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht, bieten sie eine Vielzahl an Verwertungsmöglichkeiten, die kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt werden. Durch Verwendung von Kunststoffabfall anstelle herkömmlicher Brennstoffe wie Kohle zur Stromerzeugung werden die Treibhausgasemissionen zum Beispiel um 20-25% gesenkt.

Wirtschaftliches
Europas Kunststoffbranche - die Hersteller, Verarbeiter und Maschinenproduzenten - stellt mit ihren rund 1,5 Millionen Arbeitsplätzen und 160 Milliarden Euro Jahresumsatz einen Garanten für Wertschöpfung und Wirtschaftsentwicklung dar. Die Industrie ist forschungsintensiv und innovationsfreudig und trägt intensiv sowohl zur Arbeitsplatzschaffung als auch zu steigendem Wohlstand bei. Produkte aus Kunststoff sind meist sowohl in der Anschaffung als auch in der Nutzung günstiger als Produkte aus anderen Werkstoffen. Dadurch können mehr Menschen - auch finanziell weniger Begünstigte - diese Produkte nutzen. Durch den Einsatz von langlebigen, leistungsstarken und pflegefreundlichen Kunststoffprodukten werden beträchtliche Geldsummen eingespart, die für soziale und ökologische Verbesserungen zur Verfügung stünden.

In Österreich beschäftigen die Hersteller von Kunststoffen und die Kunststoffverarbeiter in 600 Unternehmen mehr als 26.000 Menschen und erwirtschaften einen Produktionswert von 5,8 Milliarden Euro jährlich. Dazu kommen weitere 750 Millionen Euro der Kunststoff-Maschinenindustrie, 350 Millionen Euro der Schiindustrie und mehr als 100 Millionen Euro der Additivproduktion sowie erhebliche, statistisch allerdings nicht erfasste, Volumina an Kunststoffen, die von unterschiedlichen Unternehmen anderer Sparten verarbeitet werden – etwa Verpackungen für Lebensmittel oder Teile von Elektrogeräten, die in diesen Industrien direkt produziert werden. Österreichs Außenhandelsbilanz weist die Ausfuhr von Kunststoffen im Wert von 1,4 Milliarden Euro und von Kunststoffwaren um 2,6 Milliarden Euro aus.

Soziales
Als preisgünstige, recyclingfähige und in der Pflege einfache Materialien machen Kunststoffe viele Güter des täglichen Lebens breiten Bevölkerungsschichten zugänglich. Vor allem in den Bereichen Kommunikation, Informationstechnologie, Freizeit und Medizin wären viele Waren, Dienstleistungen und Technologien ohne Kunststoffe nicht denkbar: Sie wären nicht zu vertretbaren Kosten und/oder nicht in größeren Mengen zu produzieren. Wegen ihrer vielfältigen Eigenschaften sind Kunststoffe auch für viele wichtige Produkte der Medizintechnik unersetzbar: Die Palette reicht von Blutbeuteln, Kontaktlinsen, Spritzen und Medikamentenverpackungen bis zu künstlichen Gelenken und Kunstherzen.
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